Offroadtraining für 4x4 Mercedes Sprinter Wohnmobile
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Offroadtraining für 4×4 Mercedes Sprinter bei der TUFA GmbH

Als Vorbereitung für unsere Island-Reise im Sommer haben wir mit unserem Obelix, einem Hymer 4×4 ML-T 570 CrossOver, einen Offroadtraining für Mercedes 4×4 Sprinter Wohnmobile bei der Firma TUFA GmbH* gebucht. Die TUFA GmbH hat ein eigenes Übungsgelände in einer Kiesgrube bei Biberach an der Riß. Das Gelände ist ca 35.000 m² gross und umfasst ca 12 km abwechslungsreicher Fahrstrecke: durch Wald, Wasser, mit Schrägfahrten, Steilhängen, Verschränkungsstrecken, Wasserdurchfahrten und vielem mehr.

Auch Baggerseen gibt es einige, ideal für das Offroadtraining
Viele Wege durchziehen das Offroad 
Gelände
Ideales Übungsgelände

Termine und Anmeldung

Die Anmeldung geht problemlos über die Webseite der TUFA GmbH. Dort findet ihr alles zu den Terminen der verschiedenen angebotenen Kurse. Es ist wichtig, den „richtigen“ Kurs auszusuchen, da jeder Kurs auf die teilnehmenden Fahrzeuge ausgerichtet ist. Die Kurse sind i.d.R. am Wochenende. Wir haben direkt den Grund- und den Aufbaukurs für Mercedes 4×4 Sprinter Wohnmobile an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gebucht , das war für uns perfekt. Nach der online-Anmeldung erhält du direkt die Bestätigung, kurz vor dem Kurs gibt es die letzten Infos zur Anreise und zum Ablauf der Kurstage.

Tipp: da die Kurse in Kleingruppen für eine optimale Betreuung stattfinden, sind sie sehr schnell ausgebucht, also rechtzeitig anmelden!

Anreise und Übernachtung

Das Gelände liegt ca 11 km nördlich von Biberach an der Riß an der L266. Am Vorabend und zwischen den Kurstagen kann man dort übernachten, eine Anreise am Morgen des jeweiligen Kurstages ist natürlich auch möglich. Aber wohnt man weiter weg, wie wir, ist das perfekt. Vor allem lernt man am Abend schon einige Mitstreiter kennen und kann sich austauschen. Wir haben die Zeit am Abend noch für einen kurzen Spaziergang über das Gelände genutzt und was soll ich sagen: Das Herz ist uns schon etwas in die Hose gerutscht…..diese steilen Hänge (es gibt welche bis 80% Steigung) sollen wir rauf und auch runter fahren: nie im Leben!!!!

Kursdurchführung

Die Kurse werden von sehr erfahrenen Instruktoren durchgeführt, alles selbst leidenschaftliche Offroadfahrer. Die wissen ganz genau, was man dem jeweiligen Fahrzeug zumuten kann und was nicht. Denn Ziel ist es ja nicht, dass das Fahrzeug nach dem Kurs beschädigt ist, sondern, dass wir alle Spass und nach dem Offroadtraining etwas gelernt haben und vor allem wissen, was unser Fahrzeug alles kann.

Der Morgen beginnt mit einem kleinen Frühstück im betriebseigenen rustikalen Hangar, auch hier wird der Kontakt unter den Teilnehmern gross geschrieben. Direkt im Anschluss gibt es hier die erste Theorieeinheit. Danach erhält jedes Fahrzeug ein Funkgerät, damit ist man immer mit den Instruktoren verbunden und kann bei Bedarf auch selbst mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Was uns besonders gefallen hat: Ein Fahrerwechsel ist jederzeit möglich und auch gewünscht. Denn es kann durchaus gefährlich werden, wenn nur einer das Offroad fahren beherrscht und es kommt zum Beispiel zu einer Notsituation irgendwo im Nirgendwo. – Nun ja, ich war dann nach der Theorieeinheit nicht mehr so entspannt, war ich doch in dem Glauben angereist, dass ich lediglich engagierte Beifahrerin bin und hin und wieder Markus einweisen muss. Ich würde also auch selbst steuern. Und ganz ehrlich, am Schluss bin ich lieber selbst gefahren. Beifahrerin zu sein, war viel schlimmer.

Kursaufbau

Für unsere Gruppe begann das Offroadtraining zuerst einmal mit Slalom fahren (vorwärts und rückwärts) und beherztem bremsen an definierten Stellen. Dies diente dazu, das Fahrverhalten besser kennen zu lernen.

Die zweite Übung war dann rückwärts nur auf Anweisung des Beifahrers eine vorher abgesteckte Strecke zu fahren und das mit eingeklappten Rückspiegeln. Vertrauen in die jeweiligen Anweisungen ist da gefragt. Wir haben das jedenfalls sehr gut hingekriegt, das Zutrauen in Fahrzeug, Instruktoren und unsere Fähigkeiten stieg mit jeder Übung.

Der Kursaufbau ist super! Die Übungen sind perfekt aufeinander aufgebaut und greifen wirklich ineinander. In der Mittagspause, bei einem leckeren Essen, wurden dann auch rege die Erfahrungen des Vormittags ausgetauscht.

Kursinhalte des ersten Tages waren: sich mit dem Fahrverhalten des eigenen Fahrzeugs vertraut machen, erste Steilfahrten, was mache ich, wenn ich am Berg hängen bleibe, den Fahrzeugüberhang richtig einschätzen und ganz am Schluss ging es noch auf eine Verschränkungsstrecke.

Fahrt mit dem Hymer ML-T 4x4 CrossOver durch die Verschränkungsstrecke
Verrückt, was die Fahrzeuge aushalten
Markus fährt  mit dem Crossover 4x4 auf der Verschränkungsstrecke, Sicht von vorne
Schreckmomente beim zugucken vorprogrammiert

Am Abend gingen dann alle zum Abendessen in ein nahegelegenes Restaurant, für gemütliches Zusammensein am Lagerfeuer war es einfach zu kalt und zu nass…..

Der Aufbaukurs am zweiten Tag begann dann schon wesentlich entspannter bei allen Teilnehmern. Das Zutrauen ins Auto und das eigene Können war am ersten Tag massiv gestiegen.

Der Aufbautag beinhaltet neben der obligatorischen Theorieeinheit Schrägfahrten, Wasserdurchfahrten, fahren durch Sand und Fahrten im Wald.

Sylvie fährt mit dem Hymer ML-T 570 4x4 Crossover die Schrägpassage
Schrägfahrt, immer im Blick des Instruktors
Unser Hymer ML-T 570 4x4 CrossOver Mercedes Sprinter Wohnmobil von hinten in leichter Schräglage
Die nächste Übung steht an….
Start der Wasserdurchfahrt mit dem Hymer ML-T 570 CrossOver 4x4 Mercedes Sprinter
Nach der Besprechung der Wasserdurchfahrt geht es los
Sylvie mit dem Hymer ML-T 570 CrossOver 4x4 Mercedes Sprinter mitten bei der Wasserdurchfahrt
Wenn man weiss wie, ist es gar nicht so schwer

Wir hatten am zweiten Tag ein sehr lustiges Erlebnis, das wir gerne mit euch teilen. Ich war am Steuer, Aufgabe war, eine Pfützendurchfahrt, dann eine steile Auffahrt hinauf und drüben, ebenso steil wieder runter. Man sieht also erstmal nur Himmel und nicht, wie es auf der anderen Seite weitergeht. Oben angekommen wussten wir nicht wo lang fahren, wir sahen, die anderen Autos nicht mehr. Da wir vorher über Funk vernommen hatten, dass wir uns links halten sollen, fuhr ich auch links weiter und kam dann nach einigen ungeplanten, sehr matschigen Auf- und Abfahrten ganz woanders wieder aus dem Wald als die anderen…oh nein, wir hatten uns verfahren. Die Anweisung „immer links halten“ war gar nicht für uns gewesen….zurück bei der Gruppe wurde herzhaft über diesen Fauxpas gelacht und wir erhielten den scherzhaft gemeinten Tip des Instruktors, doch den Navigationskurs zu buchen.

Sandübung – was tun wenn man sich festfährt?

Fazit zum Offroadtraining für 4×4 Mercedes Sprinter

Das Training ist absolut zu empfehlen. Super aufgebaut, man hat niemals das Gefühl, es geht etwas schief oder fühlt sich allein gelassen. Absolut alle Teilnehmer fuhren am Ende Wege, sowie Ab- und Auffahrten, die sich zu Beginn keiner zugetraut hätte (immerhin bis 70%). Und ganz wichtig, der Spassfaktor kommt nicht zu kurz. Alle hatten Spass und es wurde viel gelacht.

Für uns war am unangenehmsten die Schrägfahrt. Man hat sofort das Gefühl umzukippen. Auch hier waren die klaren und ruhigen Anweisungen der Instruktoren so hilfreich, dass wir uns alle nach und nach immer schrägere Fahrten zutrauten.

Habt ihr auch Erfahrung mit Offroadtraining und wie es sich auf die Fahrten auf euren Reisen ausgewirkt hat? – Wir freuen uns über euren Kommentar.

Für uns war es wieder einmal Hin und Zurück, an vielen Erfahrungen reicher.

*enthält keine bezahlte Werbung

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