Puerto Madeiro, das moderne Hafenviertel
Weltweit

Buenos Aires – Metropole am Rio de la Plata – Tipps und Sehenswürdigkeiten

Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens, am Rio de la Plata gelegen, ist eine Metropole mit ca. 14 Millionen Einwohnern und wohl die „europäischste“ Stadt in Südamerika. Für mich ist es der mittlerweile dritte Besuch und so gibt es neben Altbekanntem immer wieder Neues zu entdecken. Hier geben wir euch unsere persönlichen Tipps zur An- und Einreise, zu Sehenswürdigkeiten, zum Essen und wie man sich am besten in der Stadt fortbewegt.

Anreise:

Die Anreise nach Argentinien und somit nach Buenos Aires ist vergleichsweise einfach, gibt es doch einen täglichen Direktflug ab Frankfurt-Airport, durchgeführt von der Lufthansa. Geflogen wird mit einer Boing 747, dem legendären Jumbo-Jet, meinem absoluten Lieblingsflugzeug. Der Flug dauert knapp 14 Stunden und ist der längste Direktflug der Lufthansa. Geflogen wird nachts, so dass man am Morgen am Internationale Flughafen (EZE) in Buenos Aires ankommt.

Ab EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg gibt es Cityflüge, so dass wir die Reise ab Basel antreten können.

Auf dem Weg zur Startbahn in Frankfurt
Good morning über Brasilien
Landeanflug über Buenos Aires

Ankunft und Einreiseformalitäten:

Bevor man dann endlich in die Stadt fahren kann, immerhin 30 – 35 km, geht es zuerst zur Einreisekontrolle. Jeder, der in Argentinien einreisen möchte, wird von einem Beamten oder einer Beamtin der Einreisebehörde kontrolliert. Es wird nach dem Grund der Einreise und der Unterkunft gefragt, ebenfalls nach der Aufenthaltsdauer. Ein Foto rundet die bisweilen nervige Prozedur ab.

Es gibt mehrere Möglichkeiten in die Stadt zu kommen. Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit privaten Fahrdiensten gemacht. Die Büros derselben befinden sich unmittelbar in der Eingangshalle des Flughafens. Man zahlt vor Antritt der Fahrt und ist so vor unliebsamen Überraschungen sicher. Die Fahrer der schwarz-gelben Taxis, die zuhauf vor dem Flughafengebäude warten, fahren gerne mal eine grössere Runde bzw eine weitere Strecke als nötig, was die Fahrt natürlich verteuert. Ein weiterer Grund für private Unternehmen: wer mehr als einen Koffer mitbringt, wie wir mit unserem ganzen Fliegenfischer Equipment, findet oft in den Taxis keinen Platz dafür.

Wie komme ich in Buenos Aires von A nach B?

Buenos Aires ist riesig, allein der grösste Stadtteil Palermo hat ca 230 000 Einwohner. Man kann den ganzen Tag durch die Stadt laufen und hat nur einen winzigen Teil davon gesehen. Niemand kommt daher drumrum die Verkehrsmittel der Stadt zu benutzen.

Es gibt die U-Bahn (Subte), Stadtbusse, Taxis und mittlerweile ist Uber eine feste Grösse im Verkehrsgeschehen.

Die U-Bahn haben wir nie genutzt, auch die Busse standen für uns nie zur Debatte. Busfahren und wenn ja, mit welchem ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt zu jeder Strecke immer mehrere Busunternehmen, die diese Strecke befahren, manchmal kommen sie direkt hintereinander. Die Bushaltestelle zu finden ist auch nicht immer einfach. Eine Bushaltestelle ist auch dann eine, wenn mal eine dort war, auch ganz ohne Schild. Will man mit dem Bus fahren, am besten schauen, wo eine Schlange von Menschen (drängeln ist ein absolutes No-Go) steht und hinten anstellen.

Zwei Buss ein Buenos Aires

Bei früheren Besuchen sind wir stets mit dem Taxi gefahren, das wiederum verlangt, dass man immer genügend Pesos dabei hat, denn im Taxi gilt Barzahlung. Eine sehr gute Alternative war dieses Mal für uns ein Uber-Taxi zu benutzen. Die Fahrgelegenheit wird per App angefordert, man zahlt mit der App und kommt so problemlos von jedem Punkt der Stadt zum gewünschten Ziel. Gewartet haben wir nie länger als 5 Minuten. Um Missbrauch vorzubeugen, muss der Fahrer einen Code in seine App eingeben, der mit dem Code übereinstimmt, den der Kunde von Uber erhält. Nur wenn er den richtig eingibt, kann er abrechnen. Für Uber fahren sowohl Privatfahrer als auch Taxis.

Unterkunft

In Buenos Aires stehen unglaublich viele Unterkünfte zur Verfügung. Vom Hostel über Ferienwohnung bis zum Fünf-Sterne-Hotel ist alles dabei. Wir haben uns immer überlegt, in welchem Stadtteil wir unterkommen möchten und die Suche dann auf diesen Stadtteil beschränkt.

Unsere Empfehlung geht ganz klar an das Fierro – Hotel. Ein kleines Boutique-Hotel im Stadtteil Palermo. Es liegt ruhig, hat einen Innenhof, in dem es sich gut chillen lässt, einen Pool und ein angeschlossenes sehr gutes Restaurant. Das Frühstück gehört mit zum Besten, was wir je in einem Hotel vorgesetzt bekommen haben: Frisch zubereitet, wie alles im Restaurant.

Fierro - Hotel - Innenhof
Der Innenhof
Fierro - Hotel - Superiorzimmer
Unser Zimmer
Fierro - Hotel - Frühstück
Das Frühstück

Essen in Buenos Aires – zwischen Asado, Pasta und Empanadas

Wer Buenos Aires besucht, merkt schnell: Essen ist hier mehr als Nahrungsaufnahme – es ist soziales Ritual, Genussmoment und ein Stück Identität. Die kulinarische Szene der Stadt ist geprägt von europäischen Einflüssen – vor allem aus Italien und Spanien – kombiniert mit regionalen Traditionen.

Die meisten Besucher freuen sich auf die berühmten argentinischen Rinder-Steaks, die auch wirklich ganz ausgezeichnet schmecken, butterzart sind und immer auf dem Restaurant eigenen Grill mit offenem Feuer zubereitet werden. Bevor ich zum ersten Mal dort war, konnte ich mir nicht vorstellen, so grosse Portionen Fleisch zu essen, aber es schmeckt einfach himmlisch. Auch Lamm wird über dem offenen Feuer gebraten und ist sehr zu empfehlen.

Schön gedeckter Tisch in einem typischen Restaurant in Buenos Aires
Assado im Restaurant
Assadogrill im Restaurant

In einigen Restaurants bekommt man auch ein typisches Asado, das argentinische Grillfest. Rindersteaks, Chorizo, Blutwurst und gegrilltes Gemüse werden auf dem parrillero langsam gegart und meist mit der typischen Chimichurri-Sauce serviert.

Vegetarier und auch Veganer kommen kulinarisch nicht zu kurz. Viele der heutigen Einwohner haben vor allem italienische Wurzeln, so dass es eine Vielzahl an Pasta-Gerichten und Pizza gibt.

Für den kleinen Hunger oder als Vorspeise sind die Empanadas – kleine Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch, Käse oder Gemüse – perfekt. Die bekommt man auch überall und sie sind eines der Dinge, auf die ich mich immer freue.

Dulce di Leche – eine karamellisierte Milchcreme mit Suchtpotential und auch typisch argentinisch. Sie steckt in Croissants, Desserts und Kuchen. Sie ist auch einfach pur gelöffelt ein Genuss. Na ja, für mich, Markus mag sie nicht so sehr.

Die Einheimischen kommen selten vor 20:30 Uhr zum Abendessen in die Restaurants, meist sogar erst gegen 21:30 oder gar 22 Uhr. Wer vorher in einem Restaurants isst, genießt meist die Gesellschaft anderer Touristen.

Was tun in Buenos Aires?

Um die Stadt etwas kennen zu lernen sollte man die verschiedenen Stadtteile besuchen. Alle haben jeweils etwas Besonderes zu bieten. So ist Recoleta mit seinen vielen Villen eher mondän und beherbergt den berühmtesten Friedhof der Stadt, den Cementerio de la Recoleta. Puerto Madero ist der neue, moderne Stadtteil am alten Hafen, dort lässt es sich wunderbar flanieren. San Telmo besticht durch seine vielen alten Kolonialbauten, Kopfsteinpflaster und Antiquitätenmärkte. Palermo, der flächenmässig grösste der 48 Stadtteile, ist hipp und punktet mit viel Grün in den Strassen und mit weitläufigen Parks.

In diesen Stadtteilen befinden sich die meisten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. In Punkto Sicherheit muss man keine Angst haben, allerdings sollte man seine „Schätze“, wie in jeder Großstadt der Welt nicht all zu öffentlich zur Schau stellen.

Strassenszene in Palermo
Straße in Palermo
Strassenimpressionen

Eine Ausnahme bildet der Stadtteil „La Boca“. Es ist bei Touristen sehr beliebt wegen seiner bunten Häuschen und der Wiege des Tangos und wird daher gerne besucht. La Boca ist nach wie vor einer der ärmsten und gefährlichsten Stadtteile in Buenos Aires und es sollten daher einige Dinge beachtet werden: So gilt nur der El Caminito als sicher, sowie die Umgebung um das berühmte Maradona-Stadion „La Bombonera“. Auf keinen Fall sollte man auf die Idee kommen, sich ausserhalb der touristischen Gebiete aufzuhalten, auch ist nur ein Besuch tagsüber anzuraten. Am Abend und nachts unbedingt mit dem Taxi fahren! – Selbst unsere einheimische Reiseführerin meidet das Viertel und würde nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin fahren. – Wir sind daher auch noch nie dort gewesen.

Generell gilt, sich vorab zu informieren, welche Stadtteile und Gebiete als sicher gelten, die Armenviertel sind auf jeden Fall zu meiden! Ansonsten kann man sich wie in jeder anderen Großstadt bewegen. Wir haben uns immer sicher gefühlt.

Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires, die uns besonders gefallen haben:

Der Obelisk

Er kann schlichtweg als DAS Wahrzeichen der Stadt angesehen werden. Er steht mitten auf der Avenida 9 de Julio, mit gut 140 m ist sie wohl die breiteste Strasse der Welt. Es gibt 7-8 Spuren pro Richtung für die Autos plus separaten Busspuren und „Nebenspuren“ für den Lokalverkehr.

Obelisk mit Busspur
Avenida 9 de Julio

Der Verkehr wuselt um den Obelisken herum und will man die Avenida überqueren braucht man mehrere Ampelphasen. Dabei wird den Fussgängern die Zeit bis zur nächsten Grünphase der Autos jeweils angezeigt und man tut gut daran, rechtzeitig auf der anderen Seite oder einem Zwischenstreifen anzukommen. Bei grün wird gnadenlos losgefahren, koste es was es wolle.

Cementerio de la Recoleta

Cementerio de la Recoleta

Der Friedhof von Recoleta ist der älteste Stadtfriedhof von Buenos Aires. Er wurde am 17. November 1822 eröffnet, auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters. Der Name „Recoleta“ stammt von den Recoletos, einem Orden der Franziskaner, die hier im 18. Jahrhundert lebten. Ab dem späten 19. Jhd. wurde er allmählich zur Begräbnisstätte der Oberschicht. Klar befinden sich hier die Grabstätten vieler berühmte Argentinier, darunter Präsidenten, Generäle, Schriftsteller und Künstler. Die berühmteste ist wahrscheinlich Evita – Eva Perón. Ihr Grab ist schlicht, nicht ganz einfach zu finden, aber fast immer hat es Besucher und es ist mit Blumen geschmückt.

Mausoleum von Eva Peron
Inschriftafelent für Eva Peron an Mausoleum
Hier ist Eva Peron – Evita – bestattet

Ein Besuch lohnt auf jeden Fall. Bei unserem ersten Besuch konnten wir den Friedhof noch gratis besichtigen, mittlerweile wird Eintritt erhoben. Die aufwändig gestalteten Grabmäler bzw Mausoleen scheinen wild durcheinander gebaut worden zu sein, mit der Zeit findet man sich aber in den Gassen zurecht. Der Lageplan, den man am Eingang erhält, ist immer wieder hilfreich. Viele der Grabmäler sind aufwändig gestaltet – mit Marmor, Skulpturen, Säulen und Glasfenstern. Manche erinnern an gotische Kapellen, andere an antike Tempel. An einigen der Grabmale nagt der Zahn der Zeit. Das zeigt sich in zerbrochenen Grabtafeln, die den Sarg dahinter freilegen, rostigen Schlössern oder Gittern und zerrissenen Glasfenstern. Irgendwie gehört das aber zum morbiden Charme den dieser Ort ausstrahlt.

Mich haben besonders die Engelsstatuen, die auf vielen der Mausoleen zu finden sind, beeindruckt. Sie sind wunderschöne Fotomotive.

Engel auf Mausoleum
Engelsgruppe
Schlafender Engel

Man taucht ein in eine andere Welt, trotz seiner Lage, mitten in der Stadt, herrscht hier Ruhe und eine besondere Atmosphäre. Schaut man trotzdem über die Mauern des Cementerio hinaus, erschrickt man fast über den Gegensatz, der sich einem zeigt: im Friedhof erhabene Bauten, draussen Hochhäuser, die manchmal recht heruntergekommen erscheinen.

Puerto Madero

Puerto Madero - neu gestaltetes  Hafen

Das hippe Hafenviertel ist Ausdruck des modernen Buenos Aires. Hier entstand nach und nach ein Viertel, welches das alte Hafenflair mit moderner Architektur verbindet. Breite Promenaden an beiden Seiten laden zum Bummeln ein, viele Restaurants zum Essen oder einfach nur auf einen Drink. Die Puente de la Mujer, eine weiße Drehbrücke des Architekten Santiago Calatrava, ist mittlerweile das Wahrzeichen des Viertels und wird gerne auch zum Tango tanzen genutzt.

Tangotänzer auf der Puente de la Mujer

El Ateneo

Diese Buchhandlung muss man gesehen haben! In einem ehemaligen Theater eröffnet, beherbergt sie auf mehreren Etagen Bücher, CDs und Hörbücher sowie Notizbücher, einfach alles, was eine Buchhandlung so ausmacht. Eigentlich ist es ein Theater mit Buchhandlung. Nur die Sitzreihen wurden entfernt, ansonsten ist alles noch vorhanden, was es im Theater mal gab: Logen, in denen lesende Menschen sitzen, genauso in den Gängen auf dem Boden. Auf der ehemaligen Bühne gibt es ein Café, das zum Verweilen einlädt. Es gibt eine bemalte Decke, Stuck an den Wänden und Säulen. Staunen ist vorprogrammiert.

El Ateneo - Buchhandlung ineinem alten Theater

Die grüne Seite von Buenos Aires

Buenos Aires überrascht mit zahlreichen Parks und Grünflächen. Insgesamt gibt es über 250 öffentliche Parks und Plätze, viele davon mit jahrhundertealten Bäumen, Brunnen oder Skulpturen. Im Frühjahr leuchten die Bäume in pink und blau oder spenden einfach Schatten. Die Parks bieten Ruheoasen für kurze oder auch längere Pausen.

Plaza San Martín 

Plaza San Martín

Die Plaza San Martín ist einer der ältesten Plätze in Buenos Aires. Wunderschön auf mehreren Ebenen angelegt, kann man bis zum Hafen schauen oder unter den alten und mächtigen Gummibäumen verweilen. Wir haben die historische Plaza San Martín eher zufällig gefunden, als wir nach unserem Besuch von Puerto Madero wieder Richtung Innenstadt unterwegs waren.

Im Mittelpunkt steht das große Reiterstandbild von General José de San Martín, dem argentinischen Nationalhelden und Befreier Südamerikas von der spanischen Kolonialherrschaft. Die bronzene Statue wurde 1862 eingeweiht und zeigt ihn in stolzer Pose auf seinem Pferd.

Plaza San Martín

Direkt davor befinden sich  drei Soldaten in historischer Uniform, die ein Ehrenmal bewachen: das Denkmal für die Gefallenen im Falklandkrieg (Islas Malvinas). Dort brennt eine ewige Flamme zum Gedenken an die argentinischen Soldaten, die 1982 im Krieg gegen Großbritannien gefallen sind. Die Wache ist symbolisch und erinnert an die bis heute emotional besetzte Debatte um die Zugehörigkeit der Inseln. Spannend ist es, die Wachablösung zu beobachten. Mir haben die Soldaten und Soldatinnen etwas leid getan, müssen sie doch in der Hitze stundenlang in ihren Uniformen still stehen.

Jardín Botánico

Der Botanische Garten liegt im Norden von Palermo. Er hat eine Fläche von knapp 70.000 m² und beherbergt 5.000 Spezies an Pflanzen, Bäumen und Sträuchern sowie eine Reihe Skulpturen, Monumente und fünf Gewächshäuser. Im November 1898 eröffnet wurde er 1996 zum Nationalmonument erklärt.

Brunnen im Jardín Botánico

Parque Tres de Febrero

Die 25 Hektar umfassende Anlage des Parque Tres de Febrero mit kleinen Seen, Spazierwegen, Rosengarten und Picknickwiesen, auch „die Lunge der Stadt“ genannt, grenzt im Norden an den Botanischen Garten. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet hier mitten in der Großstadt viel Ruhe und Platz.

Jardín Japonés

Der Jardín Japonés, ein schön gestalteter japanischer Garten mit Teichen, Brücken und einem kleinen Teehaus, ein echter Geheimtipp für Natur- und Fotofreunde. Er liegt nur wenige Gehminuten vom Botanischen Garten entfernt, ist aber dort nicht integriert, sondern ist ein eigenständiger Garten, der im Gegensatz zum Botanischen Garten Eintritt kostet.

Reserva Ecológica Costanera Sur

Das Reserva Ecológica Costanera Sur liegt am Ufer des Río de la Plata. Der Eingang befindet sich am südlichen Eingang von Puerto Madeiro. Das ehemalige Hafengelände wurde renaturiert und ist heute ein geschütztes Feuchtgebiet mit zahlreichen Vogelarten, Schilf und kleinen Wegen für Spaziergänger und Radfahrer. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick auf die Skyline von Puerto Madero. – Wir haben uns dieses Erlebnis für den nächsten Besuch aufgespart.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Parks, die es in Buenos Aires zu entdecken gilt. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur die Strassen und Gebäude anzuschauen, sondern sich auch die Ruhe in diesen kleinen und grossen grünen Oasen zu gönnen.

Die Kaffehaus-Kultur von Buenos Aires – europäisches Flair in Südamerika

Die Kaffeehaus-Kultur von Buenos Aires ist tief in der Stadtgeschichte verwurzelt. Viele Cafés haben eine über 100 jährige Geschichte. Sie erinnern an Kaffeehäuser in Paris und vor allem in Wien, oft sind sie noch eingerichtet „wie damals“. Besonders viele findet man in San Telmo, Recoleta und Palermo

Besonders beliebt bei Einheimischen und Touristen ist das Café Tortoni, es ist eines der ältesten (1858 eröffnet) und eines der bekanntesten in der Stadt. Wir mussten Schlange stehen und darauf warten, dass drinnen ein Tisch frei wird. Drinnen erwartet die Besucher dunkle Holzvertäfelungen, Marmortische, Jugendstil-Details, schwere Vorhänge und große Spiegel an den Wänden. Man fühlt sich sofort zurückversetzt in alte Zeiten. Kein Wunder zählten schon immer Künstler, Literaten und Intellektuelle zu den Gästen. Neben den Café-Spezialitäten und Süssspeisen kann man auch kleine herzhafte Gerichte speisen. Im kleinen Theatersaal im hinteren Teil des Cafés gibt es regelmässig Tanzvorführungen und Lesungen. Es macht unglaublich Spass, dort zu sitzen und dem geschäftigen Treiben vor und hinter dem Tresen zuzuschauen.

Café Tortoni - Innenraum
Café Tortoni
Café Tortoni - Kaffeeausgabe

Ein weiteres legendäres Café findet man direkt gegenüber vom Friedhof in Recoleta und unter dem ältesten Baum von Buenos Aires. Es ist das Café La Biela, 1850 gegründet kann es auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Erst in den 1950er Jahren bekam es seinen heutigen Namen, vorher war es u.a. als „Aero-Bar“ bkannt, weil die Piloten des nahegelegenen Aeroclubs dort ein- und ausgingen. Es gilt noch immer als kulturbedeutender Treffpunkt der Stadt.

Café La Biela - Innenansicht

Heute besticht das La Biela mit einer einzigartigen Motorsport-Atmosphäre. Bilder berühmter Rennfahrer zieren die Wände, ebenso wie Autoteile. Reizend auch die Kellner mit weissem Hemd und Schlips. Einige von ihnen sind ältere Herren, die schon bei unserem Besuch 2016 dort waren und wirken als gehörten sie zum Inventar.

Von der Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über die Plaza Francia, auf die Kirche Pilar und den Recoleta-Friedhof. Natürlich eignet sich das Café hervorragend, um nach dem Besuch des Cementerio eine Pause einzulegen.

Darum ist Buenos Aires eine meiner Lieblingsstädte

Buenos Aires hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert. Ich bzw wir haben die Stadt nun schon zum dritten Mal besucht und es gibt noch vieles, was wir nicht angeschaut oder getan haben. Wir verbringen immer nur max. 2 Tage in der Stadt, da wir dann weiter nach Patagonien zum Fliegenfischen reisen.

Auch dieser Bericht kann nur über einen kleinen Teil der vielen, vielen Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten erzählen. Es sind unsere Erlebnisse und Eindrücke, sie sollen einfach nur Lust machen, auf diese unglaubliche Stadt.

Für uns heisst es also wieder Hin und Zurück, mit etwas Sehnsucht im Herzen und dem Wunsch doch nochmals wiederzukommen.

*enthält keine bezahlte Werbung

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